Einlaufbauwerk in Fürth in Betrieb
Die infra fürth GmbH investierte rund 240.000 Euro in das Bauwerk, das Fischen und anderen Flussbewohnern helfen soll, flussaufwärts ungehindert schwimmen zu können. Rund 1.200 Kubikmeter Erde wurden bewegt, wie Josef Braun, Projektverantwortlicher bei der infra mitteilte. Pro Sekunde fließen nun 600 Liter Rednitzwasser durch die Fürther Talauen. Die engste Stelle, so die Spezialisten der OCHS Rohrleitungsbau GmbH, hat eine Breite von rund zwei Metern und eine Tiefe von 30 cm; insgesamt werden zweieinhalb Meter Höhe überwunden.
Zusammen mit einer Uferpromenade und dem nahe gelegenen Heilquellenweg entsteht dort im Fürther Scherbsgraben ein ökologisch wertvolles Gelände mit hohem Erholungswert. Die Talauen gelten auch als Rückzugs- und Ausgleichsraum für Tiere und Pflanzen.
Beim Bauwerk sind hölzerne Staubalken senkrecht angeordnet, in Form sehr schmaler, so genannter Wehrbalken. Diese können je nach Bedarf per Hand herausgezogen werden, so dass ein Durchlass vom Fluss in den Überlaufgraben in vertikaler Gesamthöhe gegeben ist. Die Folge: Fische sowohl tieferer als auch höherer Wasserschichten kommen durch die Lücke. Das Flusswasser durchquert nun das Stauwehr und strömt genau dosiert in den westlich gelegenen, flachen Scherbsgraben.
Damit dort zum einen ein Höhenunterschied ausgeglichen wird und zum anderen die Fließgeschwindigkeit nicht zu hoch ist – die Fische also flussaufwärts gegen seine Richtung anschwimmen können – werden fünf Überlaufschwellen à rund 20 Zentimeter Höhe eingerichtet. Sie dienen als Strömungsbremsen.