Mitten in Ingolstadt die Donau unterquert
Mit dem Horizontalspülbohr-Verfahren erstellte die OCHS Bohr GmbH mitten in der City einen neuen Düker mit drei Leerrohren DA 125. Dies geschah in einer Verlegetiefe von 18 Metern unter dem Wasserspiegel, über eine Wasserbreite von 100 Metern hinweg. Der Vorgang dauerte (mit einer Bohranlage Leistungsklasse 20 Tonnen) nur zwei Tage; nach 190 Metern Bohrlänge wurde der Zielpunkt – so ein Firmensprecher – zielgenau getroffen.
Die notwendige Bohrkurve wurde vorab von den Geophysikern ermittelt –, und vorm Bohrbeginn musste im Startbereich eine alte Festungsmauer aus dem 17. Jahrhundert abgebrochen werden. Über zwei Bohraufweitungen bis auf den Enddurchmesser erfolgte nach fünf Tagen schließlich der erfolgreiche, finale Rohreinzug des Rohrbündels. Karten gab es eher gar keine.
Die besonderen Herausforderungen waren diesmal, so OCHS-Bohrexperte Olaf Rauschenbach, nur mit einem erfahrenen Team zu lösen: Geologisch die Karten gab es nur grobe, ein Baugrundgutachten lag nicht vor. Änderungen beim Bohren mussten also schnell richtig erkannt werden, um das Bohrwerkzeug entsprechend anzupassen.