Justitia einen roten Teppich gelegt
„Das darf nicht jeder,“ sagt Werkpolier Stefan Nikol und weist stolz auf den roten Teppich, der quer durchs Nürnberger Justizgebäude führt: Baggerspuren auf dem Teppich zeigen, dass im so genannten „Schmuckhof“ jenseits der Toreinfahrt tief gegraben wird – denn genau dorthin führt die rote Auslegeware, und dort im Schmuckhof erneuert OCHS bis April 2009 die Kanäle. Die sind über 70 Jahre alt, auf dem gesamten Justiz-Gelände fünf Kilometer lang und müssen nun auch im Innenhof saniert werden.
Dass ein Bagger von OCHS dort hineinfahren durfte, bedurfte einer Sondergenehmigung: Die Marmorsäulen beiderseits der schmalen Durchfahrt dürfen keinesfalls beschädigt werden, und damit das 25-Tonnen-Fahrzeug nicht in den Boden einbricht, muss die Fahrstrecke zusätzlich mit schweren Metallplatten gesichert sein.
Besondere Herausforderung dieser Kanalsanierung sind die nahezu unbekannt liegenden Kabel der gesamten Kommunikationsanlage des Gerichtes: Ihr Verlauf wurde damals beim Bau der Gebäude nicht genau verzeichnet. „Also“, sagt Nikol, „äußerste Vorsicht beim Graben! Bislang klappt das alles hervorragend, es gab keine Probleme, und wird auch keine geben.“ Im April 2009 soll die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen sein.