OCHS-Gruppe an innovativem Glaskugel-Projekt beteiligt
Glaskugeln. Dipl.-Ing. Frank Herrmann, Geschäftsführungsmitglied der OCHS-Gruppe, ist überzeugt, „mit Glaskugeln ein echte Alternative für das Verfüllen und Stützen einer Brunnenwand“, dem so genannten Ringraum, gefunden zu haben. Bis dato werden zur Abstützung von Bohrlöchern zur Wassergewinnung ausschließlich Sand und Kies gemäß DIN 4924 verwendet – seit 2008 allerdings setzen die Spezialisten von OCHS bei mehreren Brunnenprojekten auf Glasmurmeln der Marke „SiLibeads“.
Seit Ende 2008 wird in einem Entwicklungsprojekt mit dem Partnerunternehmen aus Warmensteinach erforscht, wie stark die übliche Eisen- und Manganverockerung der Ringraumverfüllung mit Glaskugeln – ohne Einsatz chemischer Produkte im Grundwasser – reduziert werden. Das würde – „wir gehen von mindestens 40% Reduzierung aus,“ sagt Herrmann – erhebliche Kosten im Unterhalt und bei der Regenerierung von Brunnen einsparen. Bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer von Brunnen von rund 45 Jahren ist der wirtschaftliche Einsatz von Glaskugeln bei Einsparung auch nur einer einzigen Regeneriungsmaßnahme gegeben.
Die Glaskugeln „SiLibeads“ entsprechen den Anforderungen des Paragraphen 31 LFGB und der Verordnung EG 1935/ 2004; „damit entfällt die Desinfektion vor der Befüllung“, erklärt Frank Hermann. Materialbruch beim Befüllen des Ringraumes komme nicht vor, die Einkornschüttung mache „ein Anpassen der Filterschlitzöffnungen besonders gut möglich“. Außerdem verhindert die einheitliche Kugelgröße eine Brückenbildung. Herrmann abschließend: „Das Wasser kann nach der Befüllung – dank der optimalen Porenraumfüllung der Glaskugelschüttung – bestmöglich vom Untergrund zum Fließrohr strömen. Die Unterhalts- und Energiekosten werden reduziert.“
Das Ministerium für Wirtschaft und Technologie fördert hierzu Langzeitversuche seit Herbst 2008 bis ins Jahr 2011. Die Ergebnisse werden regelmäßig in einschlägigen Fachmedien veröffentlicht, um diese den Branchenunternehmen zugänglich zu machen.