Delphinlagune in zeitaktueller Vorbereitung
50 Meter lang und rund 25 Meter breit ist allein die Grube, die später das Hauptbecken der Lagune aufnehmen wird. Fast 20.000 Kubikmeter Erde wurden von OCHS bewegt – von den vorbereiten Maßnahmen wie Baustraße, Abwasserkanäle und Erdarbeiten für die späteren Versorgungsleitungen mal abgesehen. Bauleiterin vor Ort war Dipl-Ing. (FH) Marie Kroiss; sie nickt: „Klar hat uns der lange Winter eine Pause aufgezwungen, aber wir sind im Plan, alles hat gut funktioniert. Am aufwändigsten war der Aushub, weil die Erde sehr nass war.“
Weithin sichtbar – nur nicht für die Tiergartenbesucher, die eher von oben auf die riesige Baustelle blicken – ist der 50 Meter lange Berliner Verbau gegen das Abrutschen der Seitenwände: aufgeteilt in 17 Felder, gehalten von neun 400-Millimeter-Stahlträgern, deren sichtbare Höhe fünf bis sechs Meter beträgt – und zusätzlich mit zwölf Ankern im dahinter liegenden Hang gesichert.
Das Holzausfachen dauerte rund eine Woche, das Einbohren der Träger drei Tage. Die schrägen Erdwände mussten im 45°-Winkel geböscht, zudem der Fußweg im Tiergarten – nochmal rund fünf Meter oberhalb des Verbaus – gesichert werden.
Von all den Maßnahmen bemerkten die Zoogäste allenfalls die Geräusche der Baumaschinen – der Betrieb des Tiergartens ging weitgehend ungestört weiter. Die Vorbereitungen für den Einzug der Delphine in ihr neues Domizil sind somit weit gediehen.