OCHS Bohrgesellschaft erhielt „bauma Innovationspreis 2010“
Gerade die sechs Sieger-Innovationen erfüllten in besonderem Maße die Kriterien, nach denen die hochkarätige Fachjury die Bewerbungen beurteilt hatte: eine besondere Zukunftsfähigkeit, praktische Anwendbarkeit, Beitrag zum Umweltschutz und zur Humanisierung der Arbeitswelt sowie Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Energie- und Kosteneffizienz.
Brunnenbau mit Glaskugeln – die innovative technische Idee aus dem Haus OCHS Bohrgesellschaft mbH wurde bereits bei zahlreichen Projekten eingesetzt. Glaskugeln haben nämlich für den Brunnenbau besonders geeignete Eigenschaften. Das Verfahren setzt beim Brunnenbohren mit Glaskugeln auf ein ganz neues Stützmaterial zwischen Bohrlochwand und Brunnenfilterrohr. Das Stützmaterial muss die anstehenden Bodenpartikel an der Bohrlochwand so abstützen, dass klares Wasser mit möglichst geringem Widerstand durch die freien Porenräume zum Brunnenfilterrohr gelangt. Herkömmlich verwendet man dazu Sand und Kies. Glaskugeln haben gegenüber Sand und Kies eine 4 bis 10 x höhere Festigkeit, dazu eine optimale Rundheit bei nahezu gleicher Korngröße. So entsteht ein größtmöglicher freier Porenraum, durch den das Wasser ungehindert fließen kann. Ablagerungen wie Kalk, Eisen oder Mangan können sich weitaus schwerer im Ringraum bilden, weniger Reinigungsintervalle sind nötig. Das sichert eine höhere Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit des Brunnens.
Hierzu zählen die höhere Festigkeit im Vergleich zum Kies, die optimale Rundheit bei nahezu gleicher Kugelgröße und eine glatte Oberfläche. Die Glaskugeln werden hygienisch sauber geliefert. Der Arbeitsschutz für die Brunnenbauer wird erhöht, da beim Einbau nicht mit Desinfektionsmitteln gearbeitet werden muss und beim Schütten kein gefährlicher Silikatstaub anfällt.
Der Innovationspreis wurde während der Messe bauma 2010 und anlässlich eines Empfanges des Bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer, vergeben. Den Preis für OCHS nahm Geschäftsführer Frank Herrmann entgegen: "Wir danken für die Bestätigung unser langjährigen Arbeit und freuen uns darüber, dass die Innovation so toll anerkannt wird."
Der Wettbewerb war ein Projekt von VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.), HDB (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.), ZDB (Zentralverband des deutschen Baugewerbes e.V.), BBS (Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V.) und der bauma.