(Nürnberg). Im Nürnberger Amtsgericht in der Flaschenhofstraße tut sich eine Menge: Wie vom Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg beauftragt, werden die Kanalleitungen im großen Innenhof des Gebäudes erneuert und saniert. Ein 220-Tonnen-Teleskopkran hob am 13. Mai 2017 die ersten Baumaschinen, Materialien und Bagger in den Innenhof.

Nötig ist es. Die vorhandenen Kanalleitungen sind in die Jahre gekommen und genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Im Zuge der Erneuerungen der Leitungen wird zudem das Regen- vom Schmutzwasser getrennt. NebenAmtsgericht_Bagger2_Int Amtsgericht_Innen_Arbeiter_Int Amtsgericht_Innen2-Int der Auswechslung der bestehenden Leitungen wird ein komplett neues Kanalsystem zur Ableitung des Regenwassers errichtet. Beauftragt wurde das Nürnberger Traditionsunternehmen OCHS Rohrleitungsbau GmbH.

Dazu müssen im rechteckigen, begrünten Innenhof des Amtsgerichtes nicht weniger als elf Schachtbauwerke – davon sieben für Regen- und vier für Schmutzwasser − sowie rund 120 Meter Kanalleitungen (DN 160-250) eingebaut werden. „Vorhandene Kanalleitungen werden, wenn möglich, saniert“, erklärt OCHS-Bauleiter Marc Schöner.

Der auf den Dachflächen des Gebäudes anfallende Niederschlag wird im neuen System gesammelt und in die Pegnitz abgeleitet. Die Baustelle im Amtsgericht wird, wenn keine unvorhergesehenen Hindernisse angetroffen werden, Ende August 2017 abgeschlossen werden.

Den Auftakt für das spannende Projekt machte am 13. Mai ein großer 220-Tonnen-Kran. Da das Innenhofkarree rundum von 23 Meter hohen, etwa 15 Meter tiefen Gebäuden umrahmt ist und zudem kein, für einen Bagger ausreichend großer Zugang existiert, musste der über die Gebäudedächer hinweg spektakulär in den Innenhof abgesenkt werden.