(Nürnberg). Die OCHS Rohrleitungsbau GmbH, Nürnberg, ist seit Sommer 2017 aktiv in Sachen Grundwasserschutz. Das mittelfränkische Unternehmen prüft und saniert u.a. Schutzrohre in Stempelbohrungen von Aufzugsanlagen. Hintergrund ist eine strenge gesetzliche Wasserschutz-Verordnung, betreffend „Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (VAwS) des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

Aufzugsanlagen sind aus der heutigen Gebäudewelt nicht wegzudenken – allerdings müssen Verunreinigungen des Grundwassers, die durch den ständigen Gebrauch solcher Anlagen entstehen könnten bzw. entstehen, geprüft und gegebenenfalls saniert werden (s. die zwei Fotos vorher/nachher). „Das Landesamt für Umwelt stellt in Sachen Grundwasserschutz hohe Anforderungen. Zu Recht“, betont OCHS-Bauleiter Vito Colonna. Jede hydraulische Aufzugsanlage weist eine Stempelbohrung auf; eine solche Bohrung – falls notwendig – zu sanieren, dauert in etwa ein bis zwei Tage.

Das Nürnberger Unternehmen investierte darauf hin aufwändig in Messgeräte und Mitarbeiterschulungen. Die geforderte Messgenauigkeit der Sensoren bei der Dichtheitsprüfung mit Wasser hat beispielsweise eine Auflösung von weniger als 0,1 mm. Außerdem muss die gesamte Prüfzeit kontinuierlich aufgezeichnet werden, um die Dichtheit der Bohrung nachzuweisen. Werden bei dieser Prüfung Undichtigkeiten festgestellt, müssen die Schutzrohre abgedichtet bzw. erneuert werden. Langfristig wird der Grundwasserschutz durch den Einbau von Edelstahlrohren erreicht.

Der Aufzugsstempel muss zum ersten dafür aus-, und zum zweiten ein neues Rohr mit möglichst wenig Querschnittverlust eingebaut werden. Abschließend, so der Fachmann, „müssen der Ringraum fachgerecht verdämmt und der obere Kranz im Aufzugsschacht einbetoniert werden.“