Rico Zinner bester Nachwuchs-Brunnenbauer in Mittelfranken

Rico Zinner bester Nachwuchs-Brunnenbauer in Mittelfranken

(Nürnberg). Rico Zinner von der Nürnberger OCHS Bohrgesellschaft mbH schloss im November 2014 seine Ausbildung zum Brunnenbauer ab. Der 20-jährige Nürnberger beendete die Prüfung als Bester in Mittelfranken und als Zweitbester in Bayern.

„Brunnenbau hat mich immer schon fasziniert“, freut sich der junge Mann über seinen gelungenen Abschluss. Seine Ausbildung hat im hohen Norden stattgefunden: Im Ort Rostrup nahe Oldenburg gibt es die einzige Berufsschule Deutschlands, in der Brunnenbau gelehrt wird.

Dort lernte Rico Zinner in der BBS-Ammerland-Schule die Theorie und im überbetrieblichen Bau-ABC-Betrieb die Praxis. Drei Jahre dauerte die Schulung; Rico Zinner nannte 29 Kollegen, die mit ihm die Schulbank drückten. In der praktischen Prüfung mussten sie alle je einen Brunnenkopf schweißen, eine Bohrung an einem Dreierbock abteufen sowie ein entsprechendes EDV-Softwareprogramm bedienen.

Alle Mitschüler bestanden die schwierige Prüfung; für sie wie für sich selbst erwartet der sympathische Rico Zinner „positive Aussichten. Der Beruf ist sehr gefragt; so weit ich weiß, haben alle 30 schon einen Anstellungsvertrag.“ Nicht nur für das Unternehmen OCHS ist der ehemalige Lehrling jedenfalls eine echte Bereicherung.

Großhabersdorf erhält ein neues Baugebiet

Großhabersdorf erhält ein neues Baugebiet

(Nürnberg/Großhabersdorf). Die OCHS Rohrleitungsbau GmbH erschließt im Rahmen einer ARGE mit der Firma Dienstbier das Baugebiet Fronberg in Großhabersdorf. Beauftragt wurde die ARGE mit den Gewerken Kanal, Wasser und Straßenbau von der GBC BaulandConsult GmbH aus Heidelberg.

Auf dem etwa 4,6 ha großen Gelände entstehen 64 Bauplätze, die jeweils mit einem Regen- und Schmutzwasserkanal, Wasserleitung sowie einer Strom- und Telefonleitung erschlossen werden. Der Kanalbau wird als Trennsystem erstellt. Das Schmutzwasser wird über 700 Meter Polypropylenrohre DN 200 und 25 Stahlbetonschächte (DN 1000) abgeleitet – für den Regenwasserkanal werden 23 Stahlbeton-Schächte (DN1000-1500) sowie 760 Meter Stahlbeton-Rohre (DN 300) verbaut.

Im Süden des Baugebietes schließt ein 120 Meter langer Mischwasserkanal DN 300 ebenfalls aus Stahlbeton-Rohren an den Bestand an. Bauleiter Alexander Rotter und Polier Markus Lehnert benennen zudem noch 1.300 Meter an Kanalhausanschlussleitungen (PP DN150).

Das anfallende Regenwasser des Baugebietes wird an zwei Einleitstellen in einen angrenzenden Bachlauf abgeleitet. Bei der ersten Einleitstelle wird das Regenwasser in einen Stauraumkanal aus Stahlbetonrohren DN 2000 geleitet und anschließend über ein Drosselbauwerk „dosiert“ in den Bach abgegeben. Vor der zweiten Einleitstelle wurde ein Regenrückhaltebecken aus Gabionen erstellt. In diesem rund 300 m³ großem Becken, das mittels Bentonitmatten gegen das anstehende Erdreich abgedichtet wurde, kann das Regenwasser bei sehr starkem Niederschlag gesammelt und ebenfalls über ein Drosselbauwerk in den Bach abgeleitet werden.

Auch in Sachen Wasser ist OCHS in Großhabersdorf aktiv: Zur Hauptwasserleitung (820 Meter DN 100) kommen noch 350 Meter Hausanschlussleitungen hinzu, um die 64 Grundstücke anzuschließen.

Die Firma OCHS Rohrleitungsbau beschäftigte in Spitzenzeiten rund zehn Mann mit vier Baggern um die Arbeiten termintreu fertigzustellen. Die Baumaßnahme begann im September 2014 und wird – inklusive Straßenbau – noch bis Mai 2015 andauern.

Schnelle Sanierung mit „Kurzliner“-Verfahren

Schnelle Sanierung mit „Kurzliner“-Verfahren

(Nürnberg). (Nürnberg). Die OCHS Rohrleitungsbau GmbH sanierte im Januar 2015 die Entwässerungskanäle der Sattlerei Robert Suljewic in der Wittekindstraße in Nürnberg. Dank des milden Wetters konnten die Arbeiten bereits zu Jahresbeginn durchgeführt werden.

Vito Colonna, OCHS-Bauleiter, verweist auf den Zeitdruck der Baumaßnahme: „Diese Sattlerei ist vorwiegend im Bereich Flugzeuginterieur tätig und aufgrund des Termindrucks an einem raschen und reibungslosen Ablauf interessiert. Wir mussten uns beeilen.“

Nachdem die zu sanierenden Kanäle mit Hilfe des Hochdruck-Spülwagens gereinigt worden waren, konnte die Kanalsanierung durchgeführt werden. Auslöser war, dass durch vorhandene Schadstellen Sand und Erdreich in den Kanal-Anschluss eingeschwemmt wurden und zu einer Verstopfung geführt hatten. Die Kanalsanierung erfolgte mit unterschiedlichen Verfahren. Eine Variante ist das Flutungsverfahren, bei dem die Kanäle abwechselnd mit den Sanierungsflüssigkeiten geflutet werden. Diese dringen aus den undichten Stellen aus und bilden nach der Aushärtung eine Abdichtung außerhalb der Rohrleitung. Diese Variante wurde gewählt, da sie für kleinere Schäden kostengünstig und vor allem bei Termindruck schnell durchzuführen ist.

Des Weiteren wurden der vorhandene Revisionsschacht ebenfalls hochdruckgereinigt sowie die undichten Fugen verspachtelt. Die übrigen Schadstellen wurden mittels „Kurzliner“ saniert. Dabei handelt es sich um eine mit Harz getränkte Glasfasermatte, die unter Druck ausgehärtet wird. Danach liegt sie wie ein neues Kunststoffrohr eng am Altrohr an. „Die erforderlichen Arbeiten konnten in nur zwei Tagen mit einer Kolonne von drei Mann ausgeführt werden“, zeigt sich Vito Colonna sehr zufrieden.

OCHS wagte sich in gebirgige Ski-Höhen

OCHS wagte sich in gebirgige Ski-Höhen

(Fürth, Lenggries). Gebirgige Höhen: Um die Leitungskapazitäten den stetig steigenden Besucherzahlen auf den Skihütten des Skigebiets Brauneck bei Lenggries anzupassen, wurden binnen drei Monaten neue, größere Schutzrohre für die Be- und Entwässerung sowie für Strom und Telekom verlegt. Dabei musste die Nürnberger OCHS Baugesellschaft mbH eine Felsgefällebohrung mit einer durchschnittlichen Neigung von 3% in 1.300 m Höhe vornehmen. Der Höhenunterschied lag bei 12 Metern.

Eine anfängliche Schwierigkeit waren die unklaren Bodenverhältnisse: Bauleiter Uwe Seeliger gab vor Bohrbeginn eine Bodenanalyse mittels Georadar in Auftrag, die kein genaues Bild ergab. Daraufhin wurde in Absprache mit der Gemeinde Lenggries eine seismische Untersuchung durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass unterhalb des Bohrplateaus eine 17 m starke Tonschicht vorlag und der Boden im Trassenbereich bis in 15 m Tiefe teilweise bindig war.

Der Fels war zum Teil sehr klüftig. Durch den klüftigen Boden drang Wasser ins Bohrloch, was zum Abbruch der ersten Pilotbohrung führte. Zusammen mit dem Auftraggeber und dem Planungsbüro wurde überlegt, das Bohrloch zu zementieren, um die Kluft für eine gesicherte neue Pilotbohrung zu verschließen. Die Verantwortlichen entschieden sich jedoch, zunächst die zweite geplante Pilotbohrung durchzuführen und zu beobachten, ob wieder Wasser eindringen würde. Wassereinbrüche sind deshalb so gefährlich, weil Sedimente ins Bohrloch gespült werden, die das Bohrloch komplett zusetzen können.

Der Wasserzufluss war jedoch gering und zu vernachlässigen. Nun wurde beschlossen, die erste Pilotbohrung aufzugeben und eine nicht geplante dritte zu erstellen. Auch in diese drang so gut wie kein Wasser mehr ein.

„Massive Niederschläge behinderten die Baumaßnahme so stark, dass teilweise die Arbeiten für mehrere Tage unterbrochen werden mussten“, berichtet Uwe Seeliger. Die heftigen Niederschläge verursachten zudem, dass der Hang ober- und unterhalb des Bohrplateaus teilweise wegrutschte und dabei den Steuercontainer beschädigte. Der talwärts rutschende Boden drohte das komplette Equipment mitzureißen.

Deshalb mussten die Anlagen so umgestellt werden, dass ihr Schwerpunkt der Talseite abgewandt war. Aufgrund der Wetterbedingungen konnte dafür jedoch kein Baukran angefahren werden. Zum Umsetzen wurde ein 25-t-Kettenbagger verwendet, der die Misch- und Recyclinganlage über Spunddielen zog. Immerhin stabilisierte sich die Wetterlage schnell wieder. Um die verlorene Zeit aufzuholen und den Beginn der Skisaison nicht zu gefährden, wurde jetzt rund um die Uhr auch nachts gearbeitet. p>Nach den Pilotbohrungen standen die Räumbohrungen an. Die beiden parallel verlaufenden Bohrungen wurden über die Länge von je 395 m nacheinander mit dem 10″ (250 mm) und 14″ (350 mm) Hole Opener aufgeweitet. Danach konnten die PE-Rohre innerhalb von neun Stunden je Bohrung mit nur 4 t Zugkraft eingezogen werden. Seeliger zeigte sich abschließend stolz und zufrieden: „So eine Baustelle haben wir nicht alle Tage. Die Aufgabe war eine echte Herausforderung und hat uns Ende Oktober letzten Jahres manche schlaflose Nacht bereitet. Wir sind aber stolz und froh, den Fertigstellungstermin trotz der widrigen Wetterbedingungen eingehalten zu haben. Ein besonderer Dank der Belegschaft für ihre Einsatzbereitschaft.“