OCHS wurde 2015 gleich doppelt zertifiziert

OCHS wurde 2015 gleich doppelt zertifiziert

(Nürnberg). Die Nummer 10.07.0001 auf dem Zertifikat ist vielsagend: An ihr ist ablesbar, dass die OCHS Rohrleitungsbau GmbH, Nürnberg, als erstes Tiefbau-Unternehmen überhaupt von der Berliner „Zertifizierung Bau GmbH“ nach der Technischen Regel DVGW GW 381(A) geprüft wurde.

OCHS-Geschäftsführer Thomas Pickl ist entsprechend stolz auf die Urkunde, die nach einer mehrtätigen Prüfung vor Ort ausgestellt wurde: „Wir erfüllen die Anforderungen des DVGW ohnehin schon seit vielen Jahren vollständig – jetzt aber wurden wir dafür belohnt.“ Die OCHS Rohrleistungsbau hat dabei die Anforderungen für den Leitungstiefbau bei weitem übererfüllt. Denn zusätzlich zu den Mindestanforderungen erfüllt OCHS weitere 18 weiteren Kriterien, die sämtlich die Techniken, Gerätestandards und sicheren Betriebsabläufe auf Baustellen dokumentieren.

Doch nicht nur diese Auszeichnung erhielt das Nürnberger Traditionsunternehmen: Auch das Zertifikat der Nürnberger TÜV Süd Industrie Service GmbH über die höchsten Qualitätsanforderungen DIN EN ISO 3834-2 für professionelles Schweißen wurde Thomas Pickl Ende des Jahres 2015 überreicht.

„Doppelte Auszeichnung für optimierte Betriebsabläufe heißt also, doppelte Sicherheit für unsere Kunden“, freut sich Pickl über das erfolgreiche Jahr 2015.

pdf OCHS_GW 381

 

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OCHS_DIN EN ISO 3834-2

OCHS/BROCHIER:	Gesteuerter Rohrvortrieb und Spezialtiefbau

OCHS/BROCHIER: Gesteuerter Rohrvortrieb und Spezialtiefbau

(Forchheim). Im Auftrag der Stadtwerke Forchheim führte die Firma Ochs Rohrleitungsbau GmbH in Arbeitsgemeinschaft mit Brochier Vortriebstechnik GmbH eine Kanalbaumaßnahme unterhalb der Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg durch.

Die zu erstellende Kanaltrasse wurde mit Stahlbetonrohren der Dimension DN1200, einem Außendurchmesser von 1.490mm und einer Gesamtlänge von 96 Metern gebaut. Der Rohrvortrieb wurde durch die Firma Brochier geleistet, die Erdarbeiten und der Einbau der zur Rohrleitung gehörigen Schachtbauwerke durch die Firma OCHS.

Zunächst musste mit Spezialverbaugeräten eine Startgrube für die Vortriebseinheit hergestellt werden. Aufgrund ihrer großen Tiefe von etwa 7 Metern stellte der vorherrschende Erddruck und wasserführende Schichten eine größere Herausforderung an Statik und Entwässerung dar.

Der Vortrieb erfolgte bis zur Zielgrube in einem Zug unter den Gleisanlagen hindurch. Im Zeitraum der unmittelbaren Unterquerung der Gleise wurde von der Deutschen Bahn eine sogenannte „Langsam-Fahrstrecke“ eingerichtet. Auf dieser Bahnstrecke, wo die Züge bis zu 160 km/h schnell fahren, wurde so die maximale Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt. Da für diese Reduzierung täglich erhebliche Kosten an die Deutsche Bahn zu entrichten waren und der Zeitraum mit entsprechendem Vorlauf festzulegen war, musste der Vortrieb verbindlich bis zum entsprechenden Termin sowohl vor den Gleisen angekommen sein als auch innerhalb des gesetzten Zeitraum die Gleisanlage wieder verlassen haben.

Die gesamte Rohrstrecke wurde mit drei Großschächten versehen. Je einer in Startgrube (DN2000), Zielgrube (DN2500, jenseits der Gleise) und Zwischengrube (DN 2000, unmittelbar vor der Gleisanlage).

Da der Rohrvortrieb durchgängig hergestellt wurde, musste für den Einbau des Zwischenschachts das Stahlbetonrohr mittels Seilsägen im entsprechenden Maß des Schachtes herausgetrennt werden. Dieser war mit einbetonierten Rohrstutzen versehen, so dass der Zusammenschluss von Schacht und Rohrleitung über Manschetten erfolgen konnte.

Das Unterteil des Zwischenschachts wog ca. 17 Tonnen und hatte zusätzlich zur Hauptleitung DN 1.200 noch diverse Anschlüsse, u.a in den Dimensionen DN400 und DN500. Da es sich um ein Betonfertigteil handelte, war eine vorherige genaue Planung von Winkeln und Höhen der Zuläufe am Schachtunterteil von großer Wichtigkeit.

Sowohl der Rohrvortrieb, als auch der Grubenverbau und die Schachteinbauten konnten termingerecht, ohne Komplikationen und zur Zufriedenheit der Bauherrschaft ausgeführt werden, so dass die Anlage noch vor den Weihnachtsfeiertagen in Betrieb gehen konnte.

OCHS ging München auf den Grund

OCHS ging München auf den Grund

(Nürnberg/München). Die traditionsreiche OCHS Bohrgesellschaft mbH, Nürnberg, hat am Münchner Schlachthof einen besonders tiefen Brunnen zurückgebaut und verfüllt.

Wie OCHS-Geschäftsführer Frank Herrmann schildert, schrieb die Stadt München die außergewöhnliche Baumaßnahme aus. Die OCHS Bohrgesellschaft mbH führte den schwierigen Auftrag vorbildlich aus. Denn am Münchner Schlachthof musste ein 250 Meter tiefer, alter Brunnen bis 200 Meter zurückgebaut und mit Tiefbohrzement verfüllt werden. Der Brunnen verband mehrere, ursprünglich voneinander getrennte Grundwasserstockwerke. Diese sollten gemäß den Regeln der Technik wieder nachweisbar sicher und dauerhaft abgedichtet werden.

Dazu war es zuerst notwendig, die bis in die Tiefe von 250 Meter eingebauten Brunnenrohre DN 400 aus beschichteten Stahl in 200 Meter Tiefe unter Wasser abzuschneiden. Anschließend wurde mit einem von OCHS entwickelten Verfahren das Brunnenrohr perforiert. Durch die auf diese Weise erzeugten Löcher konnte der im Bohrloch vorhandene Stützkies abgesaugt werden.

Erschwerend war der dortige lockere Kiessand-Untergrund, der ohne eine speziell abgestimmte Bohrspülung ins Bohrloch nachgefallen wäre. Dennoch, in nur neun Wochen – statt in eingeplanten drei Monaten – konnte das Bohrloch bis in 200 Meter Tiefe komplett freigeräumt und mit Spülung abgestützt werden. Anschließend wurde die Bohrlochwand nochmals mit einen 800-mm-Bohrmeißel gesäubert. Danach konnte dann das komplette Bohrloch mit Dämmer verfüllt und dauerhaft abgedichtet werden. Rohre mit einem Gewicht von 20 Tonnen sowie 120 Tonnen Kies wurden insgesamt entfernt.

Für OCHS war es das erste Projekt im Großraum München. Stolz ist Frank Herrmann: „Es hat uns gefreut, diese Ausschreibung gewonnen zu haben; entsprechend groß war auch unser Ehrgeiz. Das Projekt hat toll geklappt, wir hoffen nun auf weitere Aufträge aus der Münchner Region.“