OCHS/ROTEC: Rohrleitungsbau unter der Pegnitz

OCHS/ROTEC: Rohrleitungsbau unter der Pegnitz

(Fürth). Im Auftrag der Infra Fürth GmbH führte die Firma Ochs Rohrleitungsbau GmbH mit Unterstützung der Firma Rotec, Erlangen, die Verlegung einer Wasser- und Gasversorgungsleitung mittels Spülbohrung unterhalb Pegnitz durch.

Hintergrund für den Bau war die Quote des Versorgers, einen Teil seines sich im Betrieb befindlichen Rohrnetzes jährlich zu sanieren bzw. zu erneuern. Erneuert werden sollten die Gas- und Wasserversorgungsleitung im Bereich der Ludigsbrücke/Ulmenweg/Erlanger Straße in Fürth. Die Arbeiten wurden im Juni 2016 begonnen. Im Zuge der Maßnahme wurden HDPE-Schutzmantelrohre in der Dimension da 250 und einer Länge von ca. 135 Meter Wasserleitung und ca. 180 Meter mittels Spülbohrung verbaut. Der Gesamtumfang der auch in offener Bauweise verlegten Leitungen betrug ca. 460 Meter.

Die Firma Ochs, verantwortlich für die Gesamtmaßnahme, führte die Erdarbeiten, die Herstellung der Leitungsstränge aus 12-Meter-Rohrstangen sowie sämtliche Einbindungen ins bestehende Netz durch. Die weiträumigen Flächen im westlichen Wiesengrund der Pegnitz erlaubten es, die komplette Leitung für die Spülbohrung im Spiegelschweißverfahren vorzustrecken.

Die Startgruben der Bohrung befanden sich auf der östlichen Seite. Die Gasgrube dabei in einer Parkfläche, die Wassergrube bereits in den Grünflächen der Pegnitzauen. Es wurde mit einer Tiefe von etwa 2,50 Meter unter Flusssohle gebohrt, wobei das Abtauchen des Bohrgestänges bereits weit vor dem Ufer erfolgte. Dies sollte zum einen den Austritt von Bohrsuspension an die Oberfläche verhindern −, zum anderen konnte so das Wurzelwerk der im Uferbereich befindlichen Bäume schadlos passiert werden.

Die westliche Seite der Pegnitz konnte ohne größere technische Probleme erreicht werden. Dort wurden an die vorgestreckten Rohrleitungen PE-Ziehköpfe angeschweißt und mittels des Bohrgestänges rückwärts eingezogen. Nach Druckprüfung, Entkeimung und Beprobung, konnte schließlich am östlichen Ufer im offenen Graben weitergebaut werden und auf der westlichen Seite der Anschluss an das bestehende Rohrnetz hergestellt werden. Die alten sanierungsbedürftigen Leitungen wurden vom Netz getrennt.