Umfangreiches Baugebiet wird in Großhabersdorf erschlossen

Umfangreiches Baugebiet wird in Großhabersdorf erschlossen

(Nürnberg/Großhabersdorf). „Hinter der Kirche“ nennt sich das Baugebiet westlich von Großhabersdorf, das die OCHS Rohrleitungsbau GmbH seit Sommer 2018 im Auftrag der Gemeinde bearbeitet. Bis zu 13 Mann rücken mit fünf Baggern an, um das 48 Hektar große Gebiet versiert zu erschließen.

Der Auftrag ist anspruchsvoll und umfasst mehrere Gewerke: Gleich 75 Parzellen müssen u.a. an den Regen- und Schmutzwasserkanal angeschlossen werden. Technisch ausgedrückt, sind allein dafür 1.200 Meter PP-Rohre (DN 250) für den Schmutz- und ebenfalls 1.200 Meter Stahlbetonrohre (DN 300-600) für den Regenwasserkanal vorgesehen. Weitere Polypropylen-Rohre (PP) DN 150 werden auf insgesamt 900 Metern Länge für die Hausanschlussleitungen verlegt. Überdies entstehen rund 250 Schachtbauwerke (DN 1.000-1.500), inklusive der erwähnten Hausanschlüsse.

Bauleiter Alexander Rotter erklärt: „Das Projekt hat es in sich, allein schon wegen der relativ kurzen Bauzeit von nur vier Monaten, bis dann der Straßenbau beginnen kann.” Eine weitere Herausforderung ist das beengte Baufeld. Denn an einem 80 Meter langen Steilhang mit einem Höhenunterschied von 13 Meter stehen teils nur wenige Meter breite Arbeitsflächen zur Verfügung, und das für den Regen- und Schmutzwasserkanal sowie für die Wasserleitung und die Kabellegung.

So genannte Rigolen – Speicherbehälter mit einer verschweißten Folie als Hülle – dienen dazu, vor Ort ein unterirdisches Regenwasser-Rückhaltebecken zu bauen. 860 Kubikmeter Regenwasser kann es fassen, bei einer Länge von 24 Meter und einer Breite von 18 Metern. Auf diesem unterirdischen Becken entsteht später ein Parkplatz für den benachbarten Friedhof der Gemeinde. Alles in allem 1.250 Meter lange PE-Wasserleitungen sowie weitere 600 Meter Wasserhausanschlussleitungen Durchmesser DN 32 kommen noch hinzu.

Spundwandarbeiten am Ludwig-Donau-Main-Kanal

Spundwandarbeiten am Ludwig-Donau-Main-Kanal

(Nürnberg). Im Auftrag des Nürnberger Wasserwirtschaftsamtes führte die OCHS Rohrleitungsbau GmbH, Nürnberg, unlängst die Spundwandarbeiten am Ludwig-Donau-Main-Kanal durch. Der Anblick des Ganzen war beinahe spektakulär: Der dafür notwendige Bagger stand tief im Wasser.

Vor drei Jahren hatte OCHS rund 17 Meter Spundwand in den Kanal gesetzt – damals wurde die Schleuse 58 trocken gelegt, um das historische Bauwerk zu sanieren. „Jetzt, im September 2018 mussten die Spunddielen allerdings wieder raus“, erklärt OCHS-Geschäftsführer Thomas Pickl, und er nennt auch gleich eine Schwierigkeit: „Die Schleuse ist nur von einer Seite über Waldwege durch den Nürnberger Reichswald zugänglich.“

Um den Vorgang insgesamt zu leisten, musste der Kanalabschnitt auf rund 1 Meter Wattiefe abgelassen werden – mehr war nicht möglich, um den Fischbestand nicht zu gefährden. Der Effekt: Der eingesetzte Bagger stand kettentief im Wasser.

„Überdies, Umweltschutz ist für uns ein sehr hohes Gut“, erläutert Pickl in diesem Zusammenhang: Da sein Unternehmen regelmäßig in Wasserschutzgebieten arbeitet, sind die OCHS-Bagger standardmäßig mit entsprechendem Bio-Öl ausgestattet. Es bestand also keinerlei Gefahr für das Gewässer. Die Arbeiten im Kanal-Abschnitt gingen denn auch reibungslos und zügig vonstatten; ein wenig hin zog sich am Schluss nur noch die Baustellenräumung, das große Aufräumen also.