OCHS erneuert Trinkwasserleitung in Oberasbach

OCHS erneuert Trinkwasserleitung in Oberasbach

(Nürnberg/Oberasbach). Für die langfristige Sicherung des Trinkwassernetzes lässt die Stadt Oberasbach in der Kurt-Schumacher-Straße, Pfarrhöhe und der Vorderen Hochstraße die Trinkwasserleitung auf einer Gesamtstrecke von 1.100 Metern erneuern. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 750.000 Euro.

Um die Ressourcen und Nerven der Anwohner zu schonen, wurde nicht die herkömmliche Weise des Leitungstausches mit offenem Rohrgraben, sondern ein Rohreinzug als Verlege-Verfahren gewählt. Hierzu plant die Stadt Oberasbach (in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Wenzl), die Wasserleitung in mehreren Bauabschnitten zu erneuern. Hierfür wird auf 1.110 Meter Gesamtlänge eine neue PE 100 RC-DA-180-Leitung in die bestehende Asbest-Zement-Leitung DN 300 eingezogen.

Vor Beginn der Maßnahme wurden vom IB Wenzl die Gesamtstrecke in der Kurt-Schumacher-Straße und Pfarrhöhe von der Eichenfeldstraße bis zur Langenäckerstraße sowie in der Vorderen Hochstraße von der Kurt-Schumacher-Straße bis etwa in Höhe der Sonneberger Straße − in neun Abschnitte unterteilt. Jeder dieser Abschnitte hat eine Länge von 80 bis 130 Metern.

Als Erstes wurde die Strecke der DN 300 AZ-Leitung außer Betrieb genommen und entleert. Im zweiten Schritt musste mit einer Kamera-Befahrung geprüft werden, ob entweder die Einzieh- und Windengruben wie geplant erstellt werden können oder ob aufgrund von Hindernissen (Krümmer o.ä.) noch weitere Gruben benötigt würden. Da bei der Befahrung nichts Außergewöhnliches festgestellt wurde, konnte wie geplant weiter gearbeitet werden.

Nun mussten die Schieberkreuze der alten Leitung ausgebaut werden, um einen problemlosen Einzug zu gewährleisten. Die hierbei erstellten Baugruben konnten gleich, teils als Winden- und teils als Einziehgrube, genutzt werden. Um die neue PE-Leitung, ohne sie zu beschädigen, in das alte Rohr einzubringen, müssen so genannte Gleitkufen auf die PE-Leitung montieren werden. Diese verhindern, dass Reibung am neuen Rohr entsteht; sie werden mithilfe eines Schubsicherungsbandes in jeweils 2 Metern Abstand angebracht.

Mithilfe einer 5-Tonnen-Spillwinde und einem Einziehkopf, der auf die PE-Leitung montiert wurde, konnte nun das Rohr eingezogen werden. Im ersten Bauabschnitt wurden vier Einzugsstrecken realisiert. Hier wurde insgesamt 480 Meter Leitung innerhalb von drei Tagen eingebracht. Im Nachgang – und zur Inbetriebnahme − wurden die neuen Schieberkreuze angelegt und die neue DA-180-Leitung wieder mit den bestehenden Wasserleitungen verbunden.