(Auerbach/Nürnberg). Die Stadt Auerbach in der Oberpfalz lässt seit 2018 ihr Gewerbegebiet im Ortsteil Saaß erschließen, zunächst in einer Äußeren Erschließung. Dafür beauftragt wurde das projekterfahrene Nürnberger Unternehmen OCHS Rohrleitungsbau GmbH. Deren Arbeiten umfassten den Neubau einer Wasserleitung von Michelfeld über den Ortsteil Saaß nach Auerbach bis in die Nähe des örtlichen Krankenhauses. Im März 2019 endete dieses erste Teil-Projekt (Teil II, die Innere Erschließung, wird in einem Folgetext geschildert).

Im Rahmen der Äußeren Erschließung wurden von OCHS eine Abwasserdruckleitung für das künftige Gewerbegebiet mitverlegt sowie drei Wasserabgabeschächte und ein Abwasserpumpwerk gebaut. Die Stadt Auerbach hatte hierfür 1,5 Mio. Euro aus ihrem Haushalt bereitgestellt. Bis Dezember 2018 bewegte OCHS durch Leitungsgräben und Baugruben 17.000 Kubikmeter Erdreich. Die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen wurden teils in offener, teils in geschlossener Bauweise umgesetzt. Von insgesamt 2,5 Kilometern Wasserleitung wurden ca. 900 Meter im Spülbohrverfahren eingebracht, um schützenswerte Bereiche − wie etwa Biotope − in ihrem natürlichen Bestand erhalten zu können.

Die offene Verlegung erfolgte mit Gussrohren DN 200. Bei der Spülbohrung wurde auf ein PE Rohr DA 250 zurückgegriffen. Die gleiche Verlegeart kam auch beim Neubau der Abwasserleitung zur Anwendung, wodurch ein Abschnitt von 600 Metern (von insgesamt 1300 Metern) durch teilweise felsigen Untergrund eingespült werden konnten. Hierfür wurde auf der kompletten Länge ein PE-Rohr DA 125 verwendet.

Zeitgleich fand die Verlegung von Kabelleerrohren und Steuerkabeln statt. „Eine Besonderheit der Baumaßnahme“, schildert Bauleiter Alexander Rotter, „war die Durchpressung eines Stahlschutzrohres DN 600 unterhalb der Bundesstraße B 470, um eine Sperrung der Straße zu vermeiden.“

Nach Abschluss der Arbeiten (allesamt bis Ende März 2019) zog das OCHS-Team die einzelnen Sparten in das Stahlschutzrohr ein. Die bei der offenen Verlegung betroffenen Wirtschaftswege mit einer Gesamtlänge von 1,6 Kilometer wurden auf der vollen Länge wiederhergestellt. Die „reibungslos gelungenen Maßnahmen“ bildeten die Voraussetzung zum weiteren Ausbau des Gewerbegebietes Saaß, freute sich auch der beteiligte Polier Markus Lehnert.