(Nürnberg/München). Die traditionsreiche OCHS Bohrgesellschaft mbH, Nürnberg, hat am Münchner Schlachthof einen besonders tiefen Brunnen zurückgebaut und verfüllt.

Wie OCHS-Geschäftsführer Frank Herrmann schildert, schrieb die Stadt München die außergewöhnliche Baumaßnahme aus. Die OCHS Bohrgesellschaft mbH führte den schwierigen Auftrag vorbildlich aus. Denn am Münchner Schlachthof musste ein 250 Meter tiefer, alter Brunnen bis 200 Meter zurückgebaut und mit Tiefbohrzement verfüllt werden. Der Brunnen verband mehrere, ursprünglich voneinander getrennte Grundwasserstockwerke. Diese sollten gemäß den Regeln der Technik wieder nachweisbar sicher und dauerhaft abgedichtet werden.

Dazu war es zuerst notwendig, die bis in die Tiefe von 250 Meter eingebauten Brunnenrohre DN 400 aus beschichteten Stahl in 200 Meter Tiefe unter Wasser abzuschneiden. Anschließend wurde mit einem von OCHS entwickelten Verfahren das Brunnenrohr perforiert. Durch die auf diese Weise erzeugten Löcher konnte der im Bohrloch vorhandene Stützkies abgesaugt werden.

Erschwerend war der dortige lockere Kiessand-Untergrund, der ohne eine speziell abgestimmte Bohrspülung ins Bohrloch nachgefallen wäre. Dennoch, in nur neun Wochen – statt in eingeplanten drei Monaten – konnte das Bohrloch bis in 200 Meter Tiefe komplett freigeräumt und mit Spülung abgestützt werden. Anschließend wurde die Bohrlochwand nochmals mit einen 800-mm-Bohrmeißel gesäubert. Danach konnte dann das komplette Bohrloch mit Dämmer verfüllt und dauerhaft abgedichtet werden. Rohre mit einem Gewicht von 20 Tonnen sowie 120 Tonnen Kies wurden insgesamt entfernt.

Für OCHS war es das erste Projekt im Großraum München. Stolz ist Frank Herrmann: „Es hat uns gefreut, diese Ausschreibung gewonnen zu haben; entsprechend groß war auch unser Ehrgeiz. Das Projekt hat toll geklappt, wir hoffen nun auf weitere Aufträge aus der Münchner Region.“