(Nürnberg). Ein Mal mehr half die traditionsreiche Firma OCHS Rohrleitungsbau GmbH, Nürnberg, durch schnelle Reaktionszeit und den Einsatz speziellen Knowhows ihrem städtischen Auftraggeber.

In den 70er Jahren wurde der Kanal in der Ansbacher Straße in Nürnberg − im Ortsteil Röthenbach − mittels Bohrpressverfahren verlegt. Hierzu wurde einst ein Betonrohr unterirdisch in einer Tiefe von ca. 6 Metern eingepresst. Lediglich an den Anfangs- und Endpunkten der Kanalstrecke wurden Baugruben erstellt. Über die Jahre ist es immer wieder zu kleinen Setzungen in diesem Bereich gekommen. Anfang Juli 2018 war es soweit, dass es im Kreuzungsbereich Ansbacher Straße/ Dombühler Straße zum Straßeneinbruch kam.

Für Straßeneinbrüche dieser Art ist in Nürnberg die SUN (Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg) verantwortlich. Im Rahmen von Jahresverträgen zwischen SUN und Tiefbauunternehmen werden sämtliche Schäden im Stadtgebiet Nürnberg behoben. Die Firma OCHS Rohrleitungsbau GmbH ist eine dieser ausführenden Firmen und wurde angefragt, durch den Einsatz einer Spezialtechnik diesen Schaden zu beheben.

Tiefenrüttelverfahren eingesetzt

Um Zeit und Geld zu sparen, wurde das Tiefenrüttelverfahren zur Nachverdichtung des Untergrundes eingesetzt. Mit einem Mobilbagger (20 t) und einem extra für diese Maßnahme angefertigten Stahlrohr konnte das Erdreich in der Baugrube nachverdichtet werden.

Bei diesem Verfahren wird das Stahlrohr durch Vibrationen in den Untergrund eingebracht; dadurch wird das Erdreich bewegt. Die Lufteinschlüsse werden zwischen den einzelnen Bodenkörnern verdrängt und das Erdreich nachverdichtet. Die Menge der Lufteinschlüsse, die sich hier verdrängen ließ, entsprach letztlich 14 Kubikmeter Erdreich (30 t), die OCHS nun zusätzlich anfahren und in die Baugrube einbauen musste.

Anschließend konnte die Straße asphaltiert und dem Verkehr wieder übergeben werden. OCHS-Oberbauleiter Andreas Nitsche war zufrieden: „Erneut haben wir in kürzester Zeit durch den Einsatz unserer Spezialtechnik eine brenzlige Situation für die Stadt Nürnberg entschärfen können.“