(Neuhaus an der Pegnitz). Die traditionsreiche OCHS Rohrleitungsbau mbH, Nürnberg, saniert die Grundstücks-Entwässerungsanlage der Burg Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz.

Bei den Arbeiten auf der Burg Veldenstein trifft neue Technik auf altes, geschichtsträchtiges Gemäuer. Auch die neuen Einbauten, geplant durch das Ing. Büro Schmidt in Fürth, entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Das staatliche Bauamt Erlangen/Nürnberg saniert seit Anfang 2019 die Burg Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz. OCHS erhielt hierfür den Tiefbau-Auftrag, um die Grundstücks-Entwässerungsanlage zu sanieren. Diese wird, nach der Planung des Ing. Büro Schmidt, umgebaut und saniert.

Neben einem neuen Schmutzwassersystem, das an das bestehende Netz in der Burgstraße angeschlossen wird, beinhaltet der Umbau u.a. auch ein neues Regenwassersystem. In diesem wird das anfallende Dachflächen- und Oberflächenwasser von Sedimenten befreit, in ein Löschwasser-Bevorratungsbecken eingeleitet und zwischengespeichert. Aus einem Entnahmebecken kann es im Brandfall zu Löschzwecken abgesaugt werden.

Der Überlauf dieses Entnahmebeckens geht im übrigen auf eine abenteuerliche Reise quer durch den Wald steil nach unten zur Pegnitz. Der Bau dieser ca. 170 Meter langen Steilstrecke wurde mit einem sog. Schreitbagger („Menzi Muck“) durchgeführt und war für OCHS eine technische Herausforderung. Innerhalb von zwei Wochen wurde die Abwasserleitung durch das steile Gelände bis zur Vorflut an die Pegnitz geführt. Das Regenwasser wird hier über ein Einleitbauwerk dem Flussbett zugeführt. Im Anschluss an die Grabungsarbeiten wurden der Wanderweg sowie die Bepflanzung (nach Planung des Büros Adler & Olesch) wiederhergestellt bzw. ergänzt.

Dem Zeitplan voraus

Die Tiefbaumaßnahme wiederum umfasst neben einem neuen Kabelleerohrsystem auch eine Nachspeisung der Löschwasserbevorratung aus dem Trinkwassernetz des Marktes Neuhaus an der Pegnitz. „Das partnerschaftliche Miteinander bei dieser Baumaßnahme wird unterstützt,“, freut sich Oberbauleiter Andreas Nitsche, „indem der Markt Neuhaus OCHS die Fläche oberhalb der Burg als Lagerplatz zur Verfügung stellt.“ Die Bauzeit der ca. 1,3 Millionen Euro teuren Tiefbaumaßnahme wurde von April 2019 bis Juni 2020 veranschlagt. OCHS ist aufgrund der „tollen Zusammenarbeit mit dem Ingenieur-Büro und dem Bauherr dem Terminplan“, so Nitsche weiter, „sogar ein Stück voraus.“