(Erlangen). Die traditionsreiche OCHS Rohrleitungsbau GmbH, Nürnberg, führte einen interessanten Auftrag im Erlanger Universitätsklinikum durch: Dort wurde – im Auftrag der Firma Bieber Bau – im Rahmen der Wasserleitungs-Sanierungsarbeiten eine Wasserleitung DN 100 unter einem bestehenden Klinikgebäude hindurch im horizontalen Spülbohrverfahren verlegt.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten der Wasserleitung im Erlanger Klinikum musste eine Wasserleitung DN 100 unter einem bestehenden Gebäude hindurch im gesteuerten Verfahren verlegt werden. „Das bedeutet“, so Oberbauleiter Andreas Nitsche, „sie von einer vorab erstellten Startgrube auf der einen Seite unter dem Gebäude hindurch auf die gegenüberliegende Seite lage- und höhengenau zu verlegen.“ Die Bohrstrecke war ca. 20 Meter lang und erstreckte sich in einer Tiefe von etwa 3,50 Meter unterhalb des Kellers des Klinikgebäudes.

Die PE HD Leitung mit einem Innendurchmesser von 10 cm wurde innerhalb nur eines Tages gemäß den Vorgaben des Auftraggebers verlegt. Die Bohr-Arbeiten wurden vom Bohrvorarbeiter Jürgen Kaiser durchgeführt und beaufsichtigt. „Die Schwierigkeit bei dieser Bohrung“, erklärt er, „war das Anpassen der Bohremulsion auf den sandigen, aber trotzdem sehr harten Baugrund.” Die Emulsion, die verantwortlich für das Stützen des Bohrkanals war, musste während des Einziehvorgangs des Rohrs noch einmal verändert werden.

Beim horizontalen Spülbohrverfahren wird vorab eine gesteuerte Pilotbohrung erstellt; anschließend wird die Mediumleitung beim Zurückziehen des Pilotgestänges mit eingezogen. Die Firma OCHS Rohrleitungsbau verfügt über vier Großbohrgeräte und über ein Hausanschlussbohrgerät für kleinere Durchmesser und kürzere Längen. Die Bohrungen in Erlangen wurden mit dem Hausanschlussbohrgerät durchgeführt.